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Das Leben einer starken Frau in einem Jahrhundert der Kriege und politischen Umbrüche prall und sinnlich erzählt. (DR) Zaira, einst Rumäniens berühmteste Marionettenspielerin, kehrt nach 30 Jahren im Exil in ihre Heimat zurück. Noch einmal will sie rumänischen Boden betreten, noch einmal Trajan, ihre große Liebe, sehen. Noch wagt sich die stolze alte Dame nicht zu der Wohnung des einst so leidenschaftlichen Puppenspielers, der den Marionetten mit seinen sanften Händen Leben einhauchte und Zairas Lehrmeister wurde. Wieder in der Heimat, wandern Zairas Gedanken zurück ins Jahr 1928, wo alles seinen Anfang nahm. Zaira - es gab sie wirklich, der Roman beruht auf wahren Begebenheiten - nimmt uns mit auf ihre schwindelerregende Reise durch ein bewegtes Jahrhundert, erzählt - immer mit einem spitzbübischen Augenzwinkern - vom Zauber ihrer Kindheit auf einem Gutshof im rumänischen Strehaia und der engen Beziehung zum geliebten Cousin Zizi, der ihr zum Mutterersatz wird und in ihr die Liebe zum Schauspiel weckt. Die Kriegswirren und der Siegeszug der Kommunisten sorgen für eine dramatische Wende: Demütigung, Enteignung, Hunger und Armut sind die Folge, die Angst vor Verfolgung und Gefangennahme wird zum ständigen Begleiter. Zaira gelingt zwar 1968 die gefährliche Flucht nach Amerika, der amerikanische Traum vom Glück geht allerdings nicht in Erfüllung. |