Hundert Wörter für Schnee : Roman

Franzobel, 2025
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Medienart Buch
ISBN 978-3-552-07543-6
Verfasser Franzobel Wikipedia
Systematik DR.G - Gesellschaft-, Liebes- und Eheromane
Verlag Paul Zsolnay Verlag
Ort Wien
Jahr 2025
Umfang 522 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Franzobel
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Fritz Popp;
Die Nordpolexpeditionen als obsessives und rücksichtsloses Konkurrenzunternehmen und die Folgen für einige indigene Grönländer. (DR)
Bis heute wird darüber diskutiert, ob die beiden wirklich den Nordpol erreicht haben: die beiden US-amerikanischen Abenteurer und Entdecker Robert Peary und sein Konkurrent, der Arzt und Polarforscher Frederick Cook. Deren Wettlauf und Konkurrenzkampf empfindet Franzobel nach und füttert die Fakten gewohnt phantasievoll. Fakt ist jedenfalls auch, dass Peary 1897 sechs Inughuit von einer seiner Expeditionen aus Grönland nach New York verfrachtete, wo sie samt gestohlenen Artefakten als Attraktion im Museum ausgestellt wurden. Vier überleben nicht lange, einer wird zurückgeschickt, nur der damals 9-jährige Minik wächst in den USA auf, in der Familie seines betrügerischen Pflegevaters, der mit ihm Geschäfte macht. Minik allerdings gerät zunehmend in Konflikt mit seiner amerikanischen Umwelt und später auch mit seiner grönländischen Heimat, wohin er kurzzeitig zurückkehrt. Währenddessen versucht Peary mehrfach, den Pol zu erreichen, begleitet von seiner Frau Josephine, die auch ihr erstes Kind in der Arktis zur Welt bringt. Cook, ein Mentor Roald Amundsens, war ursprünglich auch mit Peary unterwegs, allerdings später sein Konkurrent, der behauptete, als Erster den Nordpol erreicht zu haben, was Peary bestreitet und wogegen er mit allen Mitteln ankämpft.
Eine Geschichte von Ruhmsucht, erzählt mit Mitteln des Realismus und der Groteske, beeindruckenden Schilderungen der extremen Bedingungen in der Arktis und unverblümten Darstellungen der Lebenswelt der Inughuit. Berührend als Gegengeschichte zur Entdeckerruhmsucht die Geschichte Miniks. Wie gewohnt bei Franzobel mit süffisanten Bemerkungen und häufig flapsigen Dialogen. Großes Lesevergnügen mit Erkenntniswert.
Exemplare
Ex.nr. Standort
15802 DR.G, Fra

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